Sommercamp der Stadtreinigung Leipzig zu Gast

Foto vor den Klimastreifen KEA
Sommercamp- Kinder Statdreinigung Leipzig vor Klimastreifen an der KEA; Foto: Stadtreinigung Leipzig

Was passiert mit Rest- und Bioabfällen nach der Leerung der Tonnen? Dieser Frage gingen 15 Kinder des Sommercamps der Stadtreinigung Leipzig am Entsorgungsstandort Cröbern nach.

Am 4. August 2026 begrüßte der Zweckverband Abfallwirtschaft Westsachsen (ZAW) 15 Kinder des Sommercamps der Stadtreinigung Leipzig am Entsorgungsstandort Cröbern. Im Mittelpunkt des Besuches stand die Frage, was mit Rest- und Bioabfällen geschieht, nachdem sie von der Stadtreinigung Leipzig eingesammelt wurden.

Bei der Besichtigung der Mechanisch-Biologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA) erhielten die Kinder zunächst einen Einblick in die Anlieferung des Restabfalls. Besonders die großen Radlader und der elektrische Greifbagger, der die Abfälle dem Vorzerkleinerer zuführt, weckten das Interesse der jungen Besucherinnen und Besucher. Von der Leitwarte aus konnten sie anschließend die mechanische Abfallbehandlung verfolgen und beobachten, wie verschiedene Aggregate den Restabfall Schritt für Schritt sortieren. Dabei wurde die Arbeitsweise des Metallabscheiders, des Windsichters und des Nahinfrarotsortiergerätes unter die Lupe genommen. Ein weiteres Thema war die richtige Entsorgung von Akkus und Batterien sowie die Brandgefahr, die bei einer falschen Entsorgung besteht.

Beim Blick auf den angelieferten Sperrmüll fiel den Kindern unter anderem ein großer Plüschtiger auf. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, dass viele Gegenstände nicht zwangsläufig Abfall sein müssen, sondern häufig repariert oder weitergegeben werden können.

Anschließend führte die Besichtigung in die Kompost- und Energieanlage Cröbern (KEA). Hier verfolgten die Kinder den Weg der Bioabfälle von der Anlieferung über die Vergärung bis hin zur Kompostierung. Besonders der fertige Kompost machte deutlich, welchen wertvollen Beitrag die getrennte Sammlung von Bioabfällen zur Kreislaufwirtschaft leistet. Auch die Klimastreifen der Anlage regten zu Gesprächen über Klimawandel, Ressourcenschutz und nachhaltiges Handeln an.

Nach der Mittagspause stand eine Naturwanderung über das Gelände auf dem Programm. Gemeinsam mit Naturwanderführer Johannes Dietrich erkundeten die Kinder die vielfältige Pflanzen- und Tierwelt. Sie entdeckten seltene Schmetterlingsarten, große Bestände von Oregano und lernten die insektenabwehrende Wirkung des Rainfarns kennen. Darüber hinaus fanden sie zahlreiche Spuren von Wildschweinen – darunter eine Suhle, Borsten an einem Eichenstamm und einen gut erkennbaren Wildwechsel.

Zum Abschluss präsentierten die Kinder in kleinen Gruppen ausgewählte Pflanzen und erläuterten deren Aussehen, Vorkommen und Nutzen. Trotz hochsommerlicher Temperaturen und der weiten Wege verfolgten sie das Programm mit großem Interesse und beteiligten sich aktiv an den Gesprächen. Der Besuch zeigte eindrucksvoll, wie Umweltbildung, Kreislaufwirtschaft und Naturerlebnis miteinander verbunden werden können.

Der ZAW freut sich, dass der Entsorgungsstandort Cröbern auch in diesem Jahr Teil des Ferienprogramms der Stadtreinigung Leipzig war und den Kindern spannende Einblicke in die moderne Abfallwirtschaft und die Natur am Entsorgungsstandort vermitteln konnte. Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten und Unterstützern, die zum Gelingen dieses abwechslungsreichen Ferientages beigetragen haben.

Fotos: Stadtreinigung Leipzig