Unsere Internetseiten verwenden teilweise so genannte Cookies. Cookies richten auf Ihrem Rechner keinen Schaden an, greifen auf keine Datein zu und enthalten keine Viren. Cookies dienen dazu, unser Angebot nutzerfreundlicher und sicherer zu machen. Cookies sind kleine Textdateien, die auf Ihrem Rechner abgelegt werden und die Ihr Browser speichert.
Die von uns verwendeten Cookies sind so genannte “Session-Cookies”. Sie werden nach Ende Ihres Besuchs automatisch gelöscht.
Sie können Ihren Browser so einstellen, dass Sie über das Setzen von Cookies informiert werden und Cookies nur im Einzelfall erlauben, die Annahme von Cookies für bestimmte Fälle oder generell ausschließen, sowie das automatische Löschen der Cookies beim Schließen des Browser aktivieren. Bei der Deaktivierung von Cookies kann die Funktionalität dieser Website eingeschränkt sein

Über den ZAW

Gründungsgeschichte

Die Geschichte des Zweckverbandes geht bis Anfang der 1990er Jahre zurück. Mit der politischen Wende in Deutschland kamen die bis dahin genutzten Gemeindedeponien für die zukünftige Abfallentsorgung nicht länger in Frage. Teilweise waren das Volumen verfüllt, die technischen Voraussetzungen für eine umweltgerechte Entsorgung nicht gegeben oder die Standorte waren infrastrukturell ungünstig gelegen. Für die damaligen Landkreise Borna, Grimma, Geithain und Leipziger Land zeichnete sich mittelfristig ein Entsorgungsnotstand ab.

Im Zuge der nun erforderlichen Deponiestandortsuche wurden rund 15 verschiedene Orte in der Region auf Eignung geprüft. Aus Gründen der sehr guten Straßenanbindung, der Wiedernutzbarmachung von Land und der weiten Entfernung zur nächsten Wohnbebauung fiel die Entscheidung auf den heutigen Entsorgungsstandort Cröbern. So begann man bereits kurz nach der Schließung des Espenhainer Braunkohletagebaus auf dessen Innenkippe mit den Vorbereitungen zum Bau der Zentraldeponie Cröbern.

Juni 1991

Gründung der Zentraldeponie Cröbern (ZDC) Betriebsgesellschaft mbH.
Die kommunalen Anteile an der Gesellschaft werden von den damaligen Landkreisen Borna, Leipzig, Grimma und Geithain gehalten. Zwei Jahre später tritt die Stadt Leipzig der Gesellschaft bei. Zweck der Gesellschaft ist der Bau und Betrieb der Zentraldeponie Cröbern.

Mai 1994

Der Zweckverband Abfallwirtschaft Westsachsen (ZAW) wird rechtsfähig.
Der Verband wird gebildet aus der Stadt Leipzig und den ehemaligen Landkreisen Borna, Geithain sowie Leipzig und Grimma.

Mai 1995

Der ZAW übernimmt alle kommunalen Anteile an der ZDC Betriebsgesellschaft mbH und wird mehrheitlicher Gesellschafter.
Am 16.12.1995 kann die Zentraldeponie Cröbern in Betrieb genommen werden.

April 1998

Die ZDC Betriebsgesellschaft mbH wird in die Westsächsische Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft mbH (WEV) umfirmiert. Dieser Prozess wird vom Ausstieg des privaten Anteileigners, der damaligen DWU GmbH, begleitet. Der Verband hält nun alle Anteile an der Gesellschaft und überträgt die Betreibung der Zentraldeponie Cröbern und zwei weiteren Verbandsdeponien (Deponien Seehausen und Groitzsch-Wischstauden) auf seine Tochtergesellschaft, die WEV mbH.

Juli 2001

Der ZAW verkauft 49 % seiner Anteile an der WEV mbH im Zuge der Teilprivatisierung an die SITA Ost GmbH & Co. KG.

August 2008

Im Zuge der Kreisgebietsreformen in Sachsen kommt es zum Zusammenschluss der ehemaligen Landkreise Borna, Grimma, Geithain und Leipzig zum Landkreis Leipzig. Der Verband besteht nunmehr aus zwei Mitgliedern - der Stadt Leipzig und dem Landkreis Leipzig.

April 2015

Die Verbandsversammlung des ZAW beschließt die Rekommunalisierung der WEV mbH durch Rückkauf der Geschäftsanteile vom privaten Anteilseigner.

Aufgaben

Der Zweckverband Abfallwirtschaft Westsachsen (ZAW) erfüllt die ihm in §§ 2 und 4 Sächsisches Abfallwirtschafts- und Bodenschutzgesetz (SächsABG) zugewiesenen Aufgaben in seinem Verbandsgebiet:

  • Errichtung und Betrieb der Abfallentsorgungsanlagen einschließlich der Anlagen zum Umschlagen von Abfällen
  • Erstellung von Abfallbilanzen
  • Erstellung und Fortschreibung von Abfallwirtschaftskonzepten

Demnach ist der Zweckverband im Rahmen seiner Aufgaben öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger. Die kommunalen Entsorgungspflichten sind durch diese Regelung im Freistaat Sachsen geteilt. Die Landkreise und kreisfreien Städte sammeln die Abfälle ein und transportieren sie zu den von den Zweckverbänden betriebenen Entsorgungsanlagen.
Die Bildung von Abfallzweckverbänden hatte vor allem die Zielstellung, möglichst viele Einwohner an die hochtechnisierten und damit kostenintensiven Entsorgungsanlagen anzuschließen.

Der Zweckverband kann die ihm gemäß § 4 Abs. 2 Satz 2 SächsABG durch Vereinbarung mit den im Verbandsgebiet gelegenen Gebietskörperschaften übertragenen weiteren Aufgaben übernehmen.

 

Verbandsgebiet

Verbandsgebiet des ZAW

Zum Zweckverband gehören die Stadt Leipzig und der Landkreis Leipzig. Das Verbandsgebiet hat eine Gesamtfläche von 1.944 km².

 

 

 

 

 

 

Der ZAW entsorgt den Restabfall und den Sperrmüll von über 845.000 Einwohnern.

Stadt Leipzig 587.857 Einwohner
Landkreis Leipzig 257.763 Einwohner
Gesamt 845.620 Einwohner

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen / Stand: Dez 2018