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Für sauberen Bioabfall: ZAW Teil von sachsenweiter Kampagne

Karrikatiur eines Mannes mit verschränkten Armen
Im Mittelpunkt der Kampagne steht Tonnenwächter Michael.

Mit Aufstellern, Aufklebern, einer eigenen Website und einem Erklärvideo wirbt die im September 2020 gestartete Kampagne für die saubere Befüllung der Biotonnen im Freistaat. Denn: „Bioabfälle sind wertvolle Rohstoffe, die unter anderem zur Erzeugung von Kompost genutzt werden. Als Humus- und Nährstoffquelle ersetzt Kompost teilweise chemisch-synthetische Düngemittel. Weil Plaste oder andere Reststoffe nicht in den Boden oder in die Landschaft gehören, müssen Bioabfälle sortenrein gesammelt werden“, erklärt Wolfram Günther, Sächsischer Staatsminister für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft. „Uns ist es wichtig, dass wir die Bürgerinnen und Bürger schon frühzeitig dafür sensibilisieren, dass nur aus sauber getrenntem Bioabfall ausreichend Energie und qualitativ hochwertiger Kompost entstehen kann“, betont Leipzigs Umweltbürgermeister und ZAW-Verbandsvorsitzender Heiko Rosenthal.

Dass eine Verhaltensänderung dringend notwendig ist, zeigen die Ergebnisse der Leipziger Bioabfallanalyse 2019/2020. „Wir haben den Bioabfall in jeder Jahreszeit und in unterschiedlichen Bebauungsstrukturen analysieren lassen", fasst Elke Franz, Kaufmännische Betriebsleiterin des Eigenbetriebes Stadtreinigung Leipzig, zusammen. „Pro Einwohner, haben wir eine Menge von durchschnittlich 40 Kilogramm Bioabfall. Davon sind 68 Prozent Küchenabfälle, 28 Prozent Gartenabfälle und 4 Prozent Fremdstoffe. Insbesondere bei den Großwohnanlagen mit 5,9 Prozent und bei den Mehrfamilienhäusern mit 3,5 Prozent ist die Fremdstoffquote auf einem viel zu hohen Niveau."

Im Landkreis Leipzig bestehe das Problem bisher noch nicht, wie Jens Meissner, Geschäftsführer der Kommunalentsorgung Landkreis Leipzig GmbH (KELL) erklärt. Dort wird die Biotonne seit 2019 eingeführt. „Wir freuen uns, dass unsere Bürgerinnen und Bürger sehr bewusst auf eine saubere Trennung der Bioabfälle achten. Aber auch wir wollen mit guter Öffentlichkeitsarbeit dauerhaft für qualitativ hochwertigen Bioabfall sorgen.“

„Mit Inbetriebnahme der neuen Bioabfallvergärungsanlage am Standort Cröbern sind wir einmal mehr auf die Mitarbeit aller Bürgerinnen und Bürger des Verbandsgebietes angewiesen“, erklärt ZAW-Geschäftsleiter André Albrecht. „Denn auch die modernste Anlage kann nur mit gutem Input effizient arbeiten.“

Die Initiatoren der Kampagne stammen aus den kreisfreien Städten Chemnitz, Dresden und Leipzig, dem Landkreis Leipzig sowie dem Zweckverband Abfallwirtschaft Oberes Elbtal und dem Zweckverband Abfallwirtschaft Westsachsen.

Weitere Informationen zum Thema gibt es unter: https://www.bio-ohne-plaste.de/

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