Standortentwicklung

Förderfelder Tagebau Espenhain

Anfang der 1990er Jahre stellte der Braunkohlebergbau im Leipziger Süden seinen Betrieb ein und hinterließ eine gewaltige Kippenlandschaft. Im Rahmen der erforderlichen Tagebausanierung mussten die Flächen gesichert und wieder nutzbar gemacht werden.

Bereits kurze Zeit nach der Schließung der Tagebaue begann man auf der Innenkippe des ehemaligen Tagebaus Espenhain mit den Vorbereitungen zum Bau der Zentraldeponie Cröbern. Im Vorfeld wurden neben Cröbern rund 15 weitere Standorte in der Region auf Eignung geprüft. Aus Gründen der infrastrukturellen Anbindung, der Wiedernutzbarmachung von Land und der weiten Entfernung zur nächsten Wohnbebauung fiel die Entscheidung auf Cröbern. Nach der Errichtung umfangreicher Umweltschutz- und Sicherheitseinrichtungen konnte die Zentraldeponie Cröbern im Jahr 1995 ihre Tore öffnen.

Heute - 22 Jahre später - sind die Seen geflutet, die Flächen aufgeforstet und die Gegend im Leipziger Süden neu erschlossen. Ein Meilenstein ist mit der Eröffnung des Störmthaler Sees im Jahr 2014 erreicht. Auch der ZAW kann ein erstes Zwischenfazit ziehen. Bis heute hat sich der Entsorgungsstandort Cröbern als abfallwirtschaftliches Zentrum bewährt und die Zentraldeponie Cröbern mit ihren technischen Nebenanlagen ihre Funktion und Berechtigung bewiesen.

Mit der Verfüllung der Deponie entsteht ein Generationenbauwerk, das auch nach Abschluss des Abfalleinbaus noch über viele Jahrzehnte überwacht wird.