Abfallbilanzen

Die Abfallbilanzen des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Westsachsen (ZAW) werden auf der Grundlage des § 21 Kreislaufwirtschaftsgesetz und des § 2 Absatz 2 Sächsisches Abfall- und Bodenschutzgesetz erarbeitet. Gemäß diesen Gesetzen sind die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger verpflichtet, jährlich Bilanzen über Art, Menge, Herkunft und Verbleib der in ihrem Gebiet angefallenen und überlassenen Abfälle zu erstellen.

Weitere statistische Erhebungen zum Abfallaufkommen im Freistaat Sachsen können den Siedlungsabfallbilanzen des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) sowie den Abfallbilanzen des Statistischen Landesamtes des Freistaates Sachsen entnommen werden.

Die Abfallbilanzen des Verbandes berücksichtigen ausschließlich Angaben zu Abfällen zur Behandlung und zu Abfällen zur Verwertung und Beseitigung, die dem ZAW überlassen wurden und dem Verbandsgebiet entstammen. Dazu zählen andienungspflichtige Abfälle aus privaten Haushaltungen sowie Abfälle zur Beseitigung aus anderen Herkunftsbereichen als privaten Haushaltungen, die durch den Abfallerzeuger den Entsorgungsanlagen direkt angedient wurden.

Die Abfallbilanzen des ZAW stehen zum Download zur Verfügung.

Abfallwirtschaftskonzept

Der ZAW hat zusammen mit seinem Verbandsmitglied Stadt Leipzig das Abfallwirtschaftskonzept (AWK) im November 2014 fortgeschrieben. Basis für diese Fortschreibung sind die Abfallbilanzen des ZAW und der Stadt Leipzig von 2008 bis 2013 und weitere Strukturdaten, darunter insbesondere die weitere Bevölkerungsentwicklung.

Das AWK wurde mit Beschluss der Maßnahmesatzung vom 15. Juni 2015 in seinem Maßnahmeteil für verbindlich erklärt. Die Maßnahmesatzung finden Sie auf dieser Homepage unter der Rubrik Satzungen.

Der ZAW ist schwerpunktmäßig als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger für die Schaffung der Entsorgungssicherheit in seinem Territorium verantwortlich. Dabei ist die Abfall-Hierarchie: - Vermeiden, Vorbereitung zur Wiederverwendung, Recycling, sonstige Verwertung und Beseitigen - zu berücksichtigen.

Mit den hochmodernen Entsorgungsanlagen Zentraldeponie Cröbern und Mechanisch-Biologische Abfallbehandlungsanlage Cröbern gewährleistet der ZAW im gesetzlich vorgegebenen Geltungszeitraum des AWK (5 Jahre) Entsorgungssicherheit für die Abfälle aus dem Verbandsgebiet. Der Nachweis wird anhand der notwendigen und tatsächlich verfügbaren Anlagenkapazitäten für die in den nächsten Jahren anfallenden Abfallmengen erbracht, die durch umfangreiche Trendeinschätzungen ermittelt wurden.

In seiner Vorreiterrolle bei der Schaffung innovativer Anlagen hat der ZAW seine zukunftsorientierte Abfallwirtschaft unter Beweis gestellt.  Da die genannten Entsorgungsanlagen nach technischem Stand errichtet wurden, ist der ordnungsgemäße Weiterbetrieb im Einklang mit den gesetzlichen Anforderungen langfristig abgesichert. Aus diesem Grund sind vor allem Aufgaben der Abfallberatung und Öffentlichkeitsarbeit in den Maßnahmeteil des Konzeptes aufgenommen worden.

Das AWK des ZAW und der Stadt Leipzig muss 2019 unter Einbeziehung des Landkreises Leipzig (Gültigkeit AWK 2012-2018) und dann voraussichtlich unter Einbindung neuer Anlagenplanungen fortgeschrieben werden.

Die Betreibung der Entsorgungsanlagen und die damit verbundenen Leistungen zur Überwachung, Wartung und Dokumentation wurden der Westsächsischen Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft mbH (WEV mbH) übertragen. Der ZAW hält 51% der Geschäftsanteile dieser Gesellschaft.