Mechanische Aufbereitung

Ziel der mechanischen Aufbereitung ist die weitestgehende Abtrennung einer biologisch behandelbaren Fraktion (organische Feinfraktion) sowie von heizwertreichen Bestandteilen zur energetischen Verwertung. Die organische Feinfraktion enthält neben biologischen Bestandteilen aus dem Abfall (z. B. Küchenabfälle) auch inerte Materialien, die später mit deponiert werden. Weiterhin können Wertstoffe wie Holz und Metalle separat erfasst und einer Verwertung zugeführt werden.

Die mechanische Aufbereitung besteht im wesentlichen aus fünf teilweise unterschiedlichen Zerkleinerungsmaschinen, vier Sieblinien mit anschließenden Windsichtern, Bogenbandsichtern und einem Polysort sowie diversen Metallabscheidern.

Nach der Vorzerkleinerung gelangen die Abfälle in große Siebtrommeln, die das Material in drei Hauptfraktionen absieben. Bestandteile unter 40 mm aus der Siebtrommel für Haushaltsabfälle bilden die organische Feinfraktion, die zur Intensivrotte geführt wird. Bestandteile über 300 mm werden zurück in die Anlieferhalle transportiert und in einer Rotorschere nochmals zerkleinert. Sie gelangen anschließend mit der mittleren Fraktion zwischen 40 und 300 mm aus beiden Siebtrommeln in die Windsichter.

Im Windsichter werden leichte Bestandteile, wie Folien und ähnliche Kunststoffe, aus dem Stoffstrom durch einen Luftstrom heraus geblasen. Diese Bestandteile durchlaufen die Metallabscheidung und die Nachzerkleinerung und werden dann als heizwertreiche Fraktion verladen und extern als Ersatzbrennstoff verwertet.

Das verbleibende Material gelangt zu einem Bogenbandsichter, der die Kunststoffe ebenfalls durch einen Luftstrom von den schwereren Bestandteilen abtrennt.  Von den leichten Kunststoffen wird nochmals organische Feinfraktion abgesiebt.  Die Kunststoffe durchlaufen dann die Nachzerkleinerung, eine Metallabscheidung und bilden auch einen Teil der heizwertreichen Fraktion, der ebenfalls  extern als Ersatzbrennstoff verwertet wird.

Zurück bleibt das Schwergut, das nach Metallabscheidung zum Polysort geführt wird.  Der Polysort trennt mit Hilfe der Infrarotspektroskopie die restlichen Kunststoffe vom Schwergut ab.  Die abgetrennten Kunststoffe gelangen auch in die heizwertreiche Fraktion. Das Schwergut wird verladen und extern der thermischen Behandlung zugeführt.