Intensivrotte

Eintragstechnik der Intensivrotte

In der biologischen Behandlungsstufe werden die organikreichen, heizwertarmen Stoffströme, im Wesentlichen die aufbereitete organische Feinfraktion aus dem Restabfall, behandelt. Ziel ist es, den weitgehenden biologischen Abbau organischer Substanzen innerhalb kurzer Zeit unter kontrollierten Bedingungen zu erreichen, so dass das Rottegut nach Verlassen der biologischen Stufe die Kriterien der Ablagerungsverordnung erfüllt.

Das abgesiebte organische Material wird mittels automatischer Eintragstechnik in die Rottetunnel der Intensivrotte (geschlossenes System) gefüllt. Insgesamt besteht die Intensivrotte aus 44 Rottetunneln. In den Rottetunneln wird das Material intensiv mit Luft beaufschlagt. Diese strömt von unten nach oben durch das Rottegut und versorgt die im Rottegut lebenden Mikroorganismen (Bakterien, Pilze) mit Sauerstoff. Der im Abfall organisch gebundene Kohlenstoff wird von den Mikroorganismen abgebaut. Die Aufenthaltszeit des organikreichen Materials in der Intensivrotte beträgt fünf Wochen. Während dieser Zeit wird das Material zweimal umgesetzt. Da das aus der Intensivrotte stammende Material noch nicht die Kriterien der Ablagerungsverordnung erfüllt, ist eine zweite Stufe der biologischen Behandlung - die Nachrotte - erforderlich.